Estimated

Irgendwie basieren ja die meisten Handlungen auf Ab- oder Einschätzungen. Gas geben oder bremsen vor gelben Ampeln, noch ein Bier bestellen oder nach Hause gehen, Klappe halten oder was möglicherweise Blödes sagen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und ob die Einschätzung zutreffend war, weiß man oft erst nach der Ampel, unter dem Tisch oder wenn alle komisch schauen, um bei den Beispielen zu bleiben. So ist das auch mit diesem Stück.

(Eigentlich ist der Titel “Estimated” nur eine Wortspielerei, um meiner Huldigung der Machenschaften dieser aufregenden Schweden Ausdruck zu verleihen. Keinesfalls als Anmaßung gedacht.)

Moving on

Da hat mich also die Gentrifizierung dann auch erwischt und ich musste in einer nervenzehrenden Umzugsaktion vom angesagten Kreuzberg ins bald noch mehr angesagte Neukölln auswandern, damit die alte Wohnung gewinnbringend zu Geld gemacht werden konnte (nicht von mir!).

Mit diesem läppischen Synthpop und dem folgenden Pleonasmus musste ich mir wieder ein bisschen Optimismus aufoktroyieren.

Let’s See What Happens

Ich bin an sich kein Babyhübschfinder und neige nicht zur überschwenglichen Freude über neue Erdenbürger (noch dazu, weil es ja eh schon zu viele davon gibt). Es gibt Ausnahmen und hier ein Stück zur Feier der erfolgreichen Reproduktion enger Freunde. “Reproduktion enger Freunde” hört sich so an, als würde man danach mehr enge Freunde haben. Das muss sich aber erst zeigen – Let’s see what happens. Das Stück ist nicht so kitschig wie das Cover-Bild.

 

Dapeta

Vor über zehn Jahren haben zwei Leute versucht mit der damals neuen Telefonanlage einen Anruf an mich weiterzustellen. Dabei sind sie nach einigen Wirrungen auf meinem Anrufbeantworter gelandet. Der hat das postwendend per Mail an mich weitergeschickt. Dieses Schnipsel habe ich neulich wieder gefunden. Ich wollte schon immer was draus machen und deswegen habe ich es jetzt durch meine Samplermühle gedreht.