Die Zeit ist hin

“Die Zeit ist hin” ist ein rührendes Gedicht von Theodor Storm. Daraus wollte ich schon länger mal ein Lied machen. Nur, was tun, wenn man nicht singen kann (zum Beweis kann man sich zum Beispiel dieses Lied anhören)? Glücklicherweise haben schlaue Leute schon in den 30er Jahren, als alles noch schwarzweiß war, den Vocoder erfunden. Und der singt hier.

Einer meiner Kritiker (also einer der zwei) meinte, dass sich dieses Stück ein bisschen wie von Eisler anhört. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.

Grüner Tee, R, S und V

Tanzmusik im 80er-Jahre Stil. Das passiert, wenn man eben mal so mit dem Headset abends in der Küche aufgenommene Gesangsschnipsel mit den Worten “Mach bitte was draus” vorgesetzt kriegt. Aber bei der Sorte Musik würden ja Dinge wie “wichtiger Text “oder “Message” sowieso nur stören. Lead Vocals featuring Regular Gonzales.

Shoeboxes Are Singing In My Sink

Man kann mit Software die Wahrscheinlichkeit von Buchstabenfolgen in Texten von, sagen wir, Goethe oder Shakespeare analysieren und auf der Basis dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung einen komplett zufälligen sinnlosen Text erzeugen, der sich aber doch irgendwie nach Goethe oder Shakespeare anhört (Beispiel: zufällig erzeugte Filmrezensionen).

Das hat eine meiner Ghost-Writerinnen mit den Songtexten von Bob Dylan gemacht. Der Titel und Text von Shoeboxes Are Singing In My Sink sind so entstanden. Und weil der Text schon so ordentlich entropisch entstanden ist, mussten sich für die Musik auch diverse unzusammenhängende Fragmente aus der zeitgenössischen Musik des letzten Jahrhunderts hergeben.